AUSSTELLUNGSPROJEKT
"...HEILIGER
BODEN ILMATHENS..."
Henry
van de Velde
KUNSTHALLE
WEIMAR – HARRY GRAF KESSLER
In
meinen Arbeiten untersuche und vergleiche ich Zeichen abstrakter
Kommunikationsmittel. Sie umfassen Zeichensysteme von der
vorgeschichtlichen Felsmalerei bis hin zur heutigen elektronischen
Datenverarbeitung. Sie stammen unter anderem aus der Geschichte, der
Völkerkunde, der Schriftforschung, den Religionen oder den
Naturwissenschaften. Dabei steht die grafische Qualität der
Zeichen
im Vordergrund und nicht deren philosophische Inhalte oder
naturwissenschaftliche Bedeutungen.
Fünf für die Stadt Weimar wichtige Zeitabschnitte habe ich
zum Thema meines Weimarer Ausstellungsprojektes gewählt. Sie sind
zum Teil für die Besucher der Stadt und für die Medien von
besonderem Interesse, zum Teil regionalgeschichtlich von großer
Bedeutung: das vorgeschichtliche Weimar mit dem Fund des Ehringsdofer
Menschen, das klassische Weimar mit dem Wirken von Johann Wolfgang von
Goethe und Friedrich von Schiller, das nachklassische Weimar mit Franz
List und seinem Kreis, das Weimar der Klassischen Moderne mit den
Institutionen des Bauhauses, das Weimar der nationalsozialistischen
Zeit mit dem Konzentrationslager Buchenwald.
DAS VORGESCHICHTLICHE WEIMAR
Von der Vielzahl der bedeutenden archäologischen Funde im
Thüringer Raum ist der rund des Grabes der Ostgotischen Prinzessin
bei Weimar von besonderem Interesse. Von größter
wissenschaftlicher Bedeutung ist aber der Fund des "Eringsdorfer
Menschen" in Weimar. Das Ausgraben und Bergen von vorgeschichtlichen
Funden durch Archäologen bildet die Grundlage für den ersten
Teil meines Projektes. Die Funde werden für die spätere
wissenschaftliche Auswertung vor Ort in
großmaßstäbliche Karten eingetragen. Dabei werden
spezielle kartographische Zeichen verwendet.
DAS KLASSISCHE WEIMAR
Das große Erbe der Schriftsteller und Philosophen Johann Wolfgang
Goethe, Friedrich Schiller, Johann Gottfried Herder, Christoph Martin
Wieland, Johann Falk und anderer sind ihre literarischen- Werke.- Ihre
Ideen und Gedanken werden bis heute in Form von Büchern
verbreitet. Das Buch steht damit als Vermittler zwischen dem
schöpferischen Geist und dem Leser als -Adressaten. Das Medium
Buch bildet die Grundlage des ersten Teils meines Projektes "DAS
GOLDENE ZEITALTER". Ein Teilschritt bei der Herstellung eines Buches
ist dabei für mich von besonderem Interesse. Nach dem ersten
Setzen des Manuskripts und dem Andruck erfolgt das Korrekturlesen. Es
wird meist durch den Autor selbst vorgenommen. Dabei bedient sich der
Korrigierende eines internationalen Kommunikationssystems: die
Korrekturschrift. Sie wird ungefähr seit dem 16. Jahrhundert
angewendet. Es bestanden verschiedene, leicht voneinander abweichende
Systeme bis ins 19. Jahrhundert hinein. Am Ende des 19. Jahrhunderts
erfolgte dann die Normierung zu unserer heutigen Form. Die
Korrekturschrift steht somit zwischen dem Manuskript, dem
Originalgedanken des Autors und dem Buch, dem Endprodukt.
DAS NACHKLASSISCHE WEIMAR
Das künstlerische Schaffen der in Weimar arbeitenden Komponisten
und Musiker wie Franz Liszt, Hector Berlioz, Richard Wagner, Peter
Cornelius, Hans Bülow und anderer ist die Musik. Die schriftliche
Form von Musik ist die internationale Notenschrift. Sie ist das
Bindeglied zwischen dem schöpferischen Komponisten, dem
ausführenden Musikern und den Zuhörern. Die Notenschrift
bildet die Grundlage für den zweiten Teil meines Projektes "DAS
SILBERNE ZEITALTER". Die ersten Anfänge des Notensystems sind in
den "Neumen" um 900 zu sehen. Über verschiedene Stufen wie die
Einführung des Liniensystems um 1050 und der rhythmischen Werte
Ende des 13. Jahrhunderts, gelangte man zu unserem heutigen Notensystem
durch Immanuel Breitkopf 1755.
DAS WEIMAR DER KLASSISCHEN MODERNE
Die Aufbruchstimmung im Europa der 20er Jahre zeigt sich in Weimar
besonders in der Gründung des Bauhauses. Das Ziel der Lehre am
Bauhaus bildete die "Baulehre" als letzte Stufe der Ausbildung. Diese
letzte Stufe der Ausbildung zum Architekten konnte in Weimar aber nur
in Ansätzen verwirklicht werden. Zwei architektonische Zeugnisse
dieser Zeit sind "das Haus am Horn" und das Denkmal der
Märzgefallenen". So bilden Architekturzeichnungen die Grundlage
für den vierten Teil meines Projektes. Diese Zeichnungen
müssen von verschiedenen Seiten wie Auftraggeber,
Aufsichtsbehörden oder Baugewerken lesbar sein. Deshalb werden zur
Projektierung eines Bauvorhabens typisierte und standardisierte Zeichen
für Baustoffe, Konstruktionsanweisungen, technische Einbauten usw.
verwendet. Die Zeichen geben der schöpferischen Idee des
Architekten eine universell lesbare Form.
DAS NATIONALSOZIALISTISCHE WEIMAR
Eines der großen Ziele der Nationalsozialisten war die Schaffung
einer einheitlichen Menschenmasse ohne eigenen Willen, auf Befehle
reagierend. Andersdenkende, Andersgläubige, Individualisten wurden
ausgesondert und verschwinden in Lagern. In den Lagern wird ihr Name
ausgelöscht und sie werden nur noch als Nummern behandelt; es
erfolgt eine Unterteilung in verschiedene Gruppen. Markiert werden die
einzelnen Gruppen durch ein Zeichensystem von verschiedenfarbigen
Winkeln. Das Winkelsystem ist somit ein Instrument der
Vereinheitlichung, der Ausgrenzung und der Kontrolle.
Jedes der fünf Zeitabschnitte der Weimarer Geschichte bildet einen
Teil meines Ausstellungsprojekts. Die einzelnen Teile werden durch ein
spezielles abstraktes Kommunikationssystems vertreten. Die Anzahl der
von mir bearbeiteten Zeichen eines jeden Ausstellungsteils ist
abhängig von der Anzahl der Zeichen eines jeden Systems. 19 Teile
umfaßt der kleinste und 87 Teile der größte
Ausstellungsteil. Die Zeichen werden von mir interpretiert, umgeformt
und auf ein einheitliches Papierformat von 30 x 30 und 50 x 50 cm
übertragen. Jedes Kommunikationssystem der verschiedenen
Zeitabschnitte wird an einem für diese Zeit herausragendem Ort
gehängt. DAS VORGESCHICHTLICHE WEIMAR im Eingangsbereich des
Museums für Ur- und Früh Geschichte Thüringens, DAS
KLASSISCHE WEIMAR im Goetheinstitut Weimar, DAS NACHKLASSISCHE WEIMAR
im Konzertsaal des Musikgymnasiums Belvedere, DAS WEIMAR DER
KLASSISCHEN MODERNE im Haus am Horn der Bauhaus-Universität Weimar
und DAS NATIONALSOZIALISTISCHE WEIMAR im Dokumentationsraum des
Gauforums.
Eine Dokumentation soll die Ausstellung begleiten. In ihr stehen die
fünf Zeitabschnitte Weimars nebeneinander. Fünf Texte aus
archäologischer, literaturwissenschaftlicher,
musikwissenschaftlicher, architektonischer und historischer Sicht
sollen die Abbildungen der künstlerisch interpretierten Zeichen
ergänzen. Die Dokumentation ermöglicht den Besuchern die
Zeichen zu vergleichen und in Beziehung zu bringen. Es werden
Informationen zu Raum- und Zeitbezügen der Ausstellung gegeben.
Für das Ausstellungsprojekt "HEILIGER BODEN ILMATHENS" (Henry van
de Felde) in den verschiedenen Institutionen Weimars habe ich aus der
Vielzahl der gleichbedeutenden historischen und kulturellen Ereignisse
die fünf oben beschriebenen Zeitabschnitte ausgewählt. Sie
werden zum Teil international als die für Weimar bedeutendsten
Zeitabschnitte angesehen und meistens in Büchern, Vorträgen,
Symposien und kulturhistorischen Ausstellungen thematisiert. Ich jedoch
möchte eine neue Sichtweise auf bereits Bekanntes zeigen. So kann
bei den Besuchern der Ausstellung Neugier geweckt werden. Sie sollen so
angeregt werden, erneut über Altbekanntes nachzudenken. Eine
Neubestimmung von Positionen und eine Erweiterung des Blickfeldes kann
so ermöglicht werden.
Johannes Senf
Köln 2000
ARCHÄOLOGISCHE
ZEICHEN
2001; Kremepigmente, Acrylat, Cansonbütten; 37teilig, je 29 x 29
cm
DEUTSCHE
KORREKTURSCHRIFT
2001; Kremepigmente, Acrylat, Cansonbütten; 35teilig, je 29 x 29
cm
NOTENZEICHEN
1999; Kremepigmente, Acrylat, Cansonbütten; 86teilig, je 29 x 29
cm
ARCHITEKTUR
– BAUSTOFFE
2001; Kremepigmente, Acrylat, Cansonbütten; 26teilig, je 29 x 29
cm
KENNZEICHEN
FÜR SCHUTZHÄFTLINGE IN DEN KONZENTRATIONSLAGERN
1999; Kremepigmente, Acrylat, Cansonbütten; 19teilig, je 47 x 47
cm
"HEILIGER
BODEN ILMATHENS" – DAS KUNST- UND BILDUNGSPROGRAMM VON JOHANNES
SENF
zur Ausstellung in der Kunsthalle "Harry Graf Kessler",
Weimar
Im Kontext der Europäischen Kulturhauptstadt Weimar 1999
beschäftigte
sich der heute in Köln wirkende Künstler Johannes Senf
intensiv mit der Kultur und Geschichte der Stadt, in der seine
künstlerische
Entwicklung mit einer Steinmetzlehre und künstlerischen Kursen in
den 1970er Jahren begonnen hatte. Bereits im Jahr 2000 unterbreitete
er der Stadt Weimar das Ausstellungsprojekt mit dem Zitat von Henry
van de Velde "Heiliger Boden Ilmathens", das Weimarer
Geschichte im Museum für Ur- und Frühgeschichte, im
Goetheinstitut,
im Musikgymnasium Belvedere, im Haus Am Horn und im
Dokumentationsraum des Gauforums künstlerisch erlebbar machen
sollte. Nun werden diese fünf Werkgruppen aus den Jahren 1999 bis
2001 konzentriert und in eindrucksvoller thematischer wie
künstlerischer Dichte gemeinsam in der Kunsthalle "Harry Graf
Kessler" vorgestellt und ermöglichen einen prägnanten
Einblick
in das Schaffen von Johannes Senf.
Er selbst beschreibt seine Schaffensmethode, in der er Kunst und
Wissenschaften, Geschichte und Philosophie, konkrete Orte und
Ereignisse in einprägsame Werkgruppen umsetzt: "In meinen
Arbeiten untersuche ich Zeichen abstrakter Kommunikationssysteme.
Diese stammen unter anderem aus der Geschichte, der Völkerkunde,
der
Schriftforschung, den Religionen oder den Naturwissenschaften und
reichen von vorgeschichtlichen Felszeichnungen bis zu modernen
Computerdatenflußplänen."
Sein
Ansatz ist durchaus dem frühen Bauhaus in Weimar vergleichbar, als
die Bauhäusler nach den Ursprüngen von Kunst und Gestaltung
das
traditionelle und eurozentrische Weltbild überwanden und sich mit
den Weltreligionen und der Relativitätstheorie Einsteins ebenso
wie
mit prähistorischen Felszeichnungen und den europäischen
Avantgardeströmungen vom italienischen Futurismus bis zum
russischen
Konstruktivismus auseinandersetzten. Besonders der Blick auf die
frühen Zeichensysteme und die Schriftgestaltung/Typographie am
Bauhaus 1919 bis 1923 ermöglicht interessante Vergleiche zum Werk
von Johannes Senf. Dem manifest des Bauhauses von Walter Gropius 1919
mit dem Aufruf "Architekten, Bildhauer, Maler, wir alle müssen
zum Handwerk zurück… Dort ist der Urquell des
schöpferischen
Gestaltens" folgten Meister und Lehrlinge. In der
Töpfereiwerkstatt unter der Leitung von Gerhard Marcks und Max
Krehan wurde ab 1921 ein vereinheitlichtes System von Werkstatt- und
Individualmarken entwickelt. Die Werkstattmarke der
Bauhaustöpferei
bestand aus einem Kreis, der mittig durch einen senkrechten Strich
geteilt wurde an dessen Spitze links im Winkel von 45 Grad eine kurze
Linie pfeilartig ansetzte. Durch ein bis zwei zusätzliche Linien
wurden die persönlichen Marken von Otto Lindig, Johannes Driesch,
Marguerite Wildenhain und Else Mögelin gebildet, Varianten unter
Einbeziehung der Buchstaben "M" für Gerhard Marcks, "B"
für Theodor Bogler und "L" für Otto Lindig. Die Werkstatt
und ihre Mitglieder wurden visuell durch ein Zeichensystem
miteinander verbunden. Ein zweites Beispiel sind die Signets des
Bauhauses 1919 von Karl Peter Röhl und 1922 von Oskar Schlemmer,
die
beide aus bauhausinternen Wettbewerben hervorgingen. In einer
expressiv-visionären Formensprache verband Karl Peter Röhl in
seinem "Sternenmännchen" die menschliche Figur als
"Strichcode" der germanischen Rune des männlichen und
weiblichen Prinzips mit dem kreisförmig abstrahierten
schwarz-weiß
geteilten Kopf als Zeichen für Jing und Jang. Diese Figur
trägt
eine Pyramide und wird von kosmischen Symbolen der Swastika/Sonne,
Mond und Stern flankiert. Zeichenhaft und geometrisch vereinfacht
tritt uns das Bauhaus-Profil von Oskar Schlemmer entgegen als Symbol
des Menschen in der Zeit moderner Maschinen, Transportmittel und
Kommunikationssysteme. Der Mensch bleibt Mittelpunkt und
Bezugsgröße
wie auch im Schaffen von Johannes Senf. Als drittes Beispiel sollen
die Telefonbilder/Emaillebilder von László Moholy-Nagy
aus dem Jahr
1922 Erwähnung finden, deren "Zeichensysteme" nicht mehr
dem Mittelalter zugewandt waren, sondern nachdrücklich auf den
neuen
Kurs des Bauhauses "Kunst und Technik – eine neue Einheit"
verweisen. Balken und Kreuze aus sich überlagernden Linien bilden
den strengen Bildaufbau, dessen Koordinaten per Telefon
übermittelt
und reproduziert werden sollten. Mit der Angabe von Farbnummern
für
einzelne Flächen konnte die gesamte "Datenmenge" durch das
Telefon übermittelt werden. Zugleich wurde die Frage nach dem
Original und der Vervielfältigung von Kunst gestellt. Ab 1922
arbeitete Moholy-Nagy auch an Fotogrammen mit geometrischen
Formelementen sowie einem kinetisch-konstruktiven System,
Lichtzeichensystemen in Analogie zu Leuchttürmen oder dem
Morsealphabet.
Senfs
künstlerischen Interventionen sind zugleich Bildungsprogramm und
Sensibilitätstraining. So wählte er als Assoziationsebene
für das
vorgeschichtliche Weimar mit dem Fund des "Ehringsdorfer
Menschen" die archäologischen Zeichen aus, die heute für die
Kartierung von Funden verwendet werden. Das Klassische Weimar mit
seinen großen Schriftstellern verknüpfte er mit dem Thema
der
Buchproduktion, die ohne ihre normierten Korrekturzeichen nicht
auskommt, während er dem Thema Bauhaus den Architekturentwurf
zuordnet, der nicht ohne festgelegte Zeichen und Schraffuren in
seinen zeichnerischen Darstellungen denkbar ist. Besonders gelungen
erscheint die Assoziation des "silbernen Zeitalters" in
Weimar mit seiner großen Musiktradition von Franz Liszt über
Richard Wagner bis zu Hector Berlioz und Richard Strauß mit der
künstlerischen Umsetzung der Notenschrift. Die sechsundachtzig 29
x
29 cm großen Quadrate zeigen auf weißem, gemaltem Grund
abstrahierte Elemente der Notenschrift in schwarz und absoluter
geometrischer Prägnanz, die plastisch vor der Wand und der
Bildfläche zu schweben scheinen. Die eindringlichste und wohl auch
künstlerisch überzeugendste Arbeit ist Johannes Senf mit der
neunzehnteiligen Folge "Häftlingszeichen" für die
Inhaftierten der faschistischen Konzentrationslager gelungen. Die 47
x 47 cm großen Quadrate sind in fünf graue und graublaue
senkrechte
Streifen aufgeteilt, die die Häftlingskleidung assoziieren, auf
die
Dreiecke in sieben Farben zur Kennzeichnung der
Häftlingskategorie,
ergänzt um das gelbe Dreieck für jüdische Gefangene
aufgenäht
werden mußten. Senf löst die Dreiecke in farbige Linien auf,
die
den Malgrund sichtbar lassen. So entstehen gewissermaßen zwei
Bildebenen, die malerisch differenzierte Individualität der
Häftlingskleidung im Kontrast zur Uniformität und fast
schmerzhaften Präzision der darüber liegenden Dreiecke.
Johannes
Senf behauptet sich in der medialen Welt der Bilderflut als Maler mit
individuell gestalteten Bildgründen auf zartem Cansonpapier und
mit
seinen geistig wie ästhetisch stringenten Bildfindungen zugleich
als
engagierter Künstler und kritischer Wegbegleiter unserer Zeit. Er
sucht und findet seine Bilder- und Zeichensysteme im Alltag, in den
Codes der zunehmend globalisierten Welt. Er transportiert und
verfremdet sie künstlerisch zu etwas Eigenem. Senf weckt damit
Neugier auf die künstlerische Interpretation ebenso wie auf das
"Ausgangsmaterial" und entwickelt daraus sein
spannungsreiches "Bildungsprogramm".
Michael
Siebenbrodt (Leiter des Bauhausmuseum
Weimar)
Weimar
2007


